Brillengröße richtig messen: die Zahlen, die über den Sitz entscheiden
8/27/2026 · 6 min
Glasbreite, Steg, Bügellänge und Gesamtbreite der Front: wie man die Zahlen im Bügel liest und mit dem eigenen Gesicht abgleicht.
Die drei Zahlen im Bügel
Fast jede Brille trägt drei Zahlen innen im Bügel oder auf dem Steg, meist in der Form 52-18-145. Die erste ist die Glasbreite, also die waagrechte Breite eines einzelnen Glases in Millimetern. Die zweite ist der Steg, der Abstand zwischen den beiden Gläsern. Die dritte ist die Bügellänge, gemessen vom Scharnier bis zur Spitze. Diese Werte beschreiben eine Fassung deutlich genauer als Angaben wie klein, mittel oder groß und sind der einzige verlässliche Weg, zwei Modelle verschiedener Marken zu vergleichen.
Die Gesamtbreite der Front zählt am meisten
Die Glasbreite allein täuscht, denn zwei Fassungen mit gleichen Gläsern können in der Gesamtbreite zehn Millimeter auseinanderliegen. Rechne die Glasbreite zweimal zum Steg und zur Randstärke, um die Gesamtbreite der Front zu schätzen, und vergleiche sie mit dem Abstand deiner Schläfen. Eine Front, die breiter als das Gesicht ist, rutscht und liegt auf den Wangen; eine zu schmale Front klemmt und hinterlässt nach einer Stunde Druckstellen vor den Ohren.
Beginne mit einer Fassung, die du besitzt
Am schnellsten misst man eine Brille, die bereits passt, mit einem flach aufgelegten Lineal. Notiere die drei Zahlen und suche Anzeigen mit zwei Millimetern Spielraum bei der Glasbreite und einem Millimeter beim Steg. Der Pupillenabstand, den der Optiker auf jedem Rezept notiert, ist der zweite Bezugspunkt: die optische Mitte jedes Glases muss vor der Pupille liegen, und ein zu weiter Steg schiebt diese Mitten nach außen.
Vintage-Größen sind keine modernen Größen
Fassungen der siebziger und achtziger Jahre haben oft eine schmale Front und lange Bügel, viele aktuelle Modelle machen das Gegenteil. Auf LUNETOS nennt jede Anzeige Glasbreite, Steg, Bügellänge und Gesamtbreite, gemessen am tatsächlichen Stück und nicht aus einem Katalogblatt, sodass eine Vintage-Referenz mit einer aktuellen auf gleicher Basis vergleichbar wird. Fehlt ein Maß, frage vor dem Kauf beim Verkäufer nach: die Frage ist normal und ein seriöser Verkäufer antwortet in Minuten.
Was ein Fachbetrieb anpassen kann
Acetatbügel lassen sich mit Wärme nachformen, Metallbügel hinter dem Ohr biegen, und Nasenpads lassen sich engerstellen oder tauschen, um eine zu tief sitzende Front zu heben. Nicht ändern lassen sich die Breite der Front und des Stegs, also sind das die beiden Maße, die vor dem Kauf stimmen müssen. Alles andere ist eine Anpassung von zwanzig Minuten beim Optiker und kostet sehr wenig.
Frequently asked questions
- Was bedeutet 52-18-145?
- Glasbreite 52 mm, Steg 18 mm, Bügellänge 145 mm. Die Zahlen stehen innen im Bügel oder auf dem Steg.
- Welches Maß prüfe ich zuerst?
- Die Gesamtbreite der Front: sie entscheidet, ob die Fassung auf den Schläfen sitzt oder auf die Wangen rutscht.
- Kann eine zu breite Fassung angepasst werden?
- Nein. Bügel und Nasenpads ja, die Breite von Front und Steg nicht.